Junge Wirtschaft drängt auf feste Vertretung im G20-Prozess

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Die junge Wirtschaft spricht mit einer Stimme: Thomas R. Mayer, Präsident der G20 Young Entrepreneurs‘ Alliance (G20 YEA) Germany, hat am Freitag in Wien das G20 YEA Communiqué 2026 unterzeichnet. Damit tragen junge Unternehmerinnen und Unternehmer aus den G20-Staaten ihre gemeinsamen Positionen direkt in den offiziellen G20-Prozess. Das Papier entstand im Rahmen des G20 YEA Summits 2026 unter dem Leitmotiv „Re/Code Europe: The G20 Entrepreneur’s Mandate“. 
 


Fünf Forderungen für mehr Wachstum, Innovation und BeteiligungIm Communiqué formuliert die globale junge Wirtschaft fünf zentrale Forderungen an die Staats- und Regierungschefs der G20: 

  • verlässliche und unternehmensfreundliche Regulierung,
  • bessere Finanzierungsmöglichkeiten über den gesamten Unternehmenslebenszyklus hinweg,
  • die verantwortungsvolle Förderung von Künstlicher Intelligenz und digitaler Wettbewerbsfähigkeit,
  • unternehmerische Bildung als lebenslange Aufgabe sowie
  • eine dauerhafte institutionelle Beteiligung junger Unternehmerinnen und Unternehmern an wirtschaftspolitischen Entscheidungen.

Insbesondere in der Forderung nach einer dauerhaften institutionellen Einbindung der jungen Wirtschaft sieht die Allianz einen zentralen Hebel für eine zukunftsfähige globale Wirtschaftspolitik: „Die Stimme junger Unternehmerinnen und Unternehmer darf im G20-Prozess nicht nur punktuell Gehör finden. Wir setzen uns dafür ein, die G20 YEA als permanente Engagement Group zu etablieren und auch auf nationaler Ebene feste Beteiligungsgremien zu schaffen“, sagt Thomas R. Mayer, Präsident der G20 YEA Germany. 
 
Internationale Forderungen treffen deutsche Herausforderungen 
Für die Wirtschaftsjunioren Deutschland spiegeln die Forderungen des Communiqués zentrale Herausforderungen wider, die junge Unternehmen auch hierzulande beschäftigen. „Unser Stimmungsbarometer zeigt seit Jahren, wo die größten Herausforderungen liegen: bei Bürokratie, Kapitalzugang und fairen Wettbewerbsbedingungen auf internationalen Märkten“, betont Heiko Kösling, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. „Dass diese Themen nun gebündelt an die Staats- und Regierungschefs der größten Volkswirtschaften der Welt adressiert werden, ist ein starkes Signal.“
Die aktuellen Daten unterstreichen diese Prioritäten: 44,8 Prozent der jungen Wirtschaft in Deutschland sind international tätig. 46,1 Prozent sprechen sich für einen umfassenden Abbau von Handelshemmnissen aus, weitere 39,2 Prozent befürworten Einschränkungen lediglich in kritischen Branchen. Gleichzeitig nennen 73,3 Prozent den Bürokratieabbau als entscheidenden Hebel für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.