Kein Preisgeld, aber von unschätzbarem Wert
Bei der Europakonferenz wurden in diesem Jahr gleich zwei Wirtschaftsjunior:innen aus Deutschland ausgezeichnet. Kay Bäumges erhielt einen Preis für das Projekt WJ Summer School, Tuğçe Zipperer für ihr herausragendes persönliches Engagement. Im Interview sprechen beide über die Bedeutung dieser Ehrungen.

Lieber Kay, was macht Euer prämiertes Projekt WJ Summer School so besonders?
Bei unserem Projekt gehen Erwachsene wortwörtlich noch einmal zur Schule. Die Veranstaltung findet bewusst im ländlichen Raum statt. Dort wird nicht nur gelernt, sondern die Teilnehmenden können auch direkt vor Ort übernachten.
Genau diese besondere Atmosphäre gibt dem Format seinen eigenen Charakter. Gleichzeitig bieten wir neuen Trainingsformaten und innovativen Konzepten eine Bühne. Trainerinnen und Trainer können neue Ideen ausprobieren und erhalten neben dem direkten Feedback der Teilnehmenden auch Rückmeldungen von vielen erfahrenen Trainerinnen und Trainern. Ihr hoher Anteil an der WJ Summer School sorgt für einen besonders intensiven fachlichen Austausch. Hinzu kommt die enge Vernetzung mit der Kommune und weiteren lokalen Akteurinnen und Akteuren.
Warum habt ihr Euch für den Award beworben?
Wir wollten mit der Bewerbung zeigen, was mit einem engagierten Team und einer etwas anderen Idee möglich ist. Unser Projekt soll nicht nur bei uns vor Ort funktionieren, sondern auch andere Kreise inspirieren, eigene Trainingsformate zu entwickeln und Neues auszuprobieren. Natürlich ist ein Award auch ein Ansporn weiterzumachen und das Projekt weiterzuentwickeln. Persönliche Weiterentwicklung gehört schließlich zu den zentralen Elementen von JCI und den Wirtschaftsjunioren.
Was bedeutet Euch die internationale Auszeichnung?
Wir sind unfassbar stolz auf die Auszeichnung und auf die Strahlkraft, die unser Projekt dadurch bekommen hat. Während der Gala bei der Europakonferenz in Málaga plötzlich den Award für das beste Projekt im Bereich individuelle Weiterentwicklung zu erhalten, war ein unglaublich aufregender Moment. Besonders emotional war, dass die gesamte deutsche Delegation diesen Erfolg gemeinsam mit uns gefeiert hat. In diesem Moment wurde noch einmal deutlich, wie viel Engagement, Energie und Gemeinschaft in dem Projekt stecken.
Welchen Tipp würdet Ihr anderen geben, die überlegen, sich ebenfalls zu bewerben?
Plant euch auf jeden Fall ausreichend Zeit für die Bewerbung ein. Auch wenn KI-Tools bei der Formulierung und Strukturierung unterstützen können, braucht es dennoch Zeit, alle Informationen zusammenzutragen und eine überzeugende Bewerbung einzureichen. Außerdem ist Durchhaltevermögen wichtig. Wir waren erst beim zweiten Anlauf erfolgreich. Deshalb: Nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Feedback nutzen, die Bewerbung weiterentwickeln und es erneut versuchen. Es lohnt sich.
Tuğçe, was bedeutet es Dir, dass Du für Dein persönliches Engagement ausgezeichnet wurdest?
Diese Auszeichnung ehrt mich sehr, weil sie für große Wertschätzung steht. Wertschätzung für das Engagement und die Hingabe, die sich in unserem Verband widerspiegelt, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und andere inspirieren. Als ich vor wenigen Jahren zu den Wirtschaftsjunioren gekommen bin, hätte ich mir nie vorstellen können, eines Tages als Most Outstanding Member ausgezeichnet zu werden. Für mich war JCI vom ersten Moment an ein Ort, an dem ich mich zuhause gefühlt habe, weil die Werte der Organisation sehr stark mit meinen eigenen Werten übereinstimmen.
Gleichzeitig sehe ich diese Auszeichnung nicht nur als persönliche Anerkennung. JCI lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig fördern und weiterentwickeln. Alles, was ich in den vergangenen Jahren bewegen und erleben durfte, war nur möglich, weil andere Mitglieder mir Vertrauen geschenkt, Chancen eröffnet und mich unterstützt haben.
Wie schaffst Du es, Dich so viel zu engagieren?
Mich motiviert vor allem die Kombination aus persönlicher Weiter-entwicklung und einem positiven Umfeld, das in dieser Form einzigartig ist. In vielen Organisationen stehen entweder das Netzwerk oder die Weiterbildung im Mittelpunkt. JCI verbindet beides und stellt dabei die zentrale Frage: Wie können wir daraus einen Mehrwert für unsere Gemeinschaft schaffen? JCI bietet einen Raum, in dem junge Unterneh merinnen, Unternehmer und Führungskräfte aus aller Welt voneinander lernen können. Diese Möglichkeit begeistert mich und ist für mich ein echter Antrieb.
Was war für Dich bisher der prägendste Moment?
Meine erste Europakonferenz in Oulu. Dort habe ich begriffen, dass JCI weit mehr ist als ein Dachverband eines nationalen Netzwerks. Plötzlich war ich von Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus umgeben, die dieselbe Sprache der Zusammenarbeit, des Ehrenamts und der positiven Veränderung sprechen. Und natürlich wird die Auszeichnung als Most Outstanding Member in Málaga immer ein besonderer Moment bleiben. Als plötzlich die deutsche Delegation einen Weg für mich bildete und mich mit lauten Tuğçe-Rufen zur Bühne begleitete, war das ein echter Gänsehautmoment. Zu sehen, wie viele Menschen nach vorne kamen, um mir zu gratulieren, hat mich tief berührt. Gleichzeitig hat er mir ge zeigt, wie viel Glück ich habe, Teil eines so großartigen Verbands und eines so besonderen Netzwerks zu sein.
Was möchtest Du anderen Mitgliedern mit auf den Weg geben, die sich ebenfalls engagieren möchten?
Ich würde sagen: Wartet nicht darauf, irgendwann bereit zu sein. Viele denken, sie müssten erst Erfahrung sammeln, bevor sie Verantwortung übernehmen können. Meine Erfahrung ist eher das Gegenteil. Die spannendsten Lernmomente entstehen oft genau dann, wenn man eine neue Herausforderung annimmt und ins kalte Wasser springt. Das bedeutet manchmal auch, dass man nicht die optimale Menge an Zeit hat, um etwas perfekt zu machen. Gerade in solchen Situationen wächst man häufig am meisten. Und glaubt mir: Die Wertschätzung, die man in diesem Verband erleben kann, findet man anderswo nur selten. Außerdem möchte ich jedem empfehlen, die internationale Dimension des Junioren-Daseins bei JCI zu erleben.
Internationale Konferenzen, Trainings und Academies erweitern nicht nur das Netzwerk, sondern vor allem die eigene Perspektive. Man erkennt, dass viele Herausforderungen auf der ganzen Welt ähnlich sind und dass man von anderen Menschen unglaublich viel lernen kann. Und vielleicht noch ein Gedanke, der mir persönlich besonders wichtig ist: Führung ist ein Privileg. Wer die Möglichkeit hat, sich weiterzuentwickeln, Netzwerke aufzubauen und Einfluss zu gewinnen, trägt auch Verantwortung. Der entscheidende Mehrwert ist nicht, was wir für uns selbst aus JCI mitnehmen, sondern was wir mit diesen Möglichkeiten anschließend für andere Menschen bewirken können, die diese Privilegien nicht haben. Das ist für mich der eigentliche Wert von JCI.

Tuğçe, was bedeutet es Dir, dass Du für Dein persönliches Engagement ausgezeichnet wurdest?
Diese Auszeichnung ehrt mich sehr, weil sie für große Wertschätzung steht. Wertschätzung für das Engagement und die Hingabe, die sich in unserem Verband widerspiegelt, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und andere inspirieren. Als ich vor wenigen Jahren zu den Wirtschaftsjunioren gekommen bin, hätte ich mir nie vorstellen können, eines Tages als Most Outstanding Member ausgezeichnet zu werden. Für mich war JCI vom ersten Moment an ein Ort, an dem ich mich zuhause gefühlt habe, weil die Werte der Organisation sehr stark mit meinen eigenen Werten übereinstimmen.
Gleichzeitig sehe ich diese Auszeichnung nicht nur als persönliche Anerkennung. JCI lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig fördern und weiterentwickeln. Alles, was ich in den vergangenen Jahren bewegen und erleben durfte, war nur möglich, weil andere Mitglieder mir Vertrauen geschenkt, Chancen eröffnet und mich unterstützt haben.
Wie schaffst Du es, Dich so viel zu engagieren?
Mich motiviert vor allem die Kombination aus persönlicher Weiter-entwicklung und einem positiven Umfeld, das in dieser Form einzigartig ist. In vielen Organisationen stehen entweder das Netzwerk oder die Weiterbildung im Mittelpunkt. JCI verbindet beides und stellt dabei die zentrale Frage: Wie können wir daraus einen Mehrwert für unsere Gemeinschaft schaffen? JCI bietet einen Raum, in dem junge Unterneh merinnen, Unternehmer und Führungskräfte aus aller Welt voneinander lernen können. Diese Möglichkeit begeistert mich und ist für mich ein echter Antrieb.
Was war für Dich bisher der prägendste Moment?
Meine erste Europakonferenz in Oulu. Dort habe ich begriffen, dass JCI weit mehr ist als ein Dachverband eines nationalen Netzwerks. Plötzlich war ich von Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus umgeben, die dieselbe Sprache der Zusammenarbeit, des Ehrenamts und der positiven Veränderung sprechen. Und natürlich wird die Auszeichnung als Most Outstanding Member in Málaga immer ein besonderer Moment bleiben. Als plötzlich die deutsche Delegation einen Weg für mich bildete und mich mit lauten Tuğçe-Rufen zur Bühne begleitete, war das ein echter Gänsehautmoment. Zu sehen, wie viele Menschen nach vorne kamen, um mir zu gratulieren, hat mich tief berührt. Gleichzeitig hat er mir ge zeigt, wie viel Glück ich habe, Teil eines so großartigen Verbands und eines so besonderen Netzwerks zu sein.
Was möchtest Du anderen Mitgliedern mit auf den Weg geben, die sich ebenfalls engagieren möchten?
Ich würde sagen: Wartet nicht darauf, irgendwann bereit zu sein. Viele denken, sie müssten erst Erfahrung sammeln, bevor sie Verantwortung übernehmen können. Meine Erfahrung ist eher das Gegenteil. Die spannendsten Lernmomente entstehen oft genau dann, wenn man eine neue Herausforderung annimmt und ins kalte Wasser springt. Das bedeutet manchmal auch, dass man nicht die optimale Menge an Zeit hat, um etwas perfekt zu machen. Gerade in solchen Situationen wächst man häufig am meisten. Und glaubt mir: Die Wertschätzung, die man in diesem Verband erleben kann, findet man anderswo nur selten. Außerdem möchte ich jedem empfehlen, die internationale Dimension des Junioren-Daseins bei JCI zu erleben.
Internationale Konferenzen, Trainings und Academies erweitern nicht nur das Netzwerk, sondern vor allem die eigene Perspektive. Man erkennt, dass viele Herausforderungen auf der ganzen Welt ähnlich sind und dass man von anderen Menschen unglaublich viel lernen kann. Und vielleicht noch ein Gedanke, der mir persönlich besonders wichtig ist: Führung ist ein Privileg. Wer die Möglichkeit hat, sich weiterzuentwickeln, Netzwerke aufzubauen und Einfluss zu gewinnen, trägt auch Verantwortung. Der entscheidende Mehrwert ist nicht, was wir für uns selbst aus JCI mitnehmen, sondern was wir mit diesen Möglichkeiten anschließend für andere Menschen bewirken können, die diese Privilegien nicht haben. Das ist für mich der eigentliche Wert von JCI.
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