Editorial: Warum möchten Sie hier arbeiten?

Liebe Wirtschaftsjuniorinnen,
liebe Wirtschaftsjunioren,

was bedeutet Arbeit für Euch? Für die meisten von uns spielt Arbeit eine wichtige, eine zentrale Rolle. Und auch wenn wir die Frage „Und was machst Du so?“ meistens direkt auf unsere Erwerbsarbeit beziehen, ist das nicht die einzige Form von Arbeit in unserem Leben.

Arbeit ist vielfältig. Sie kann bezahlt oder unbezahlt, selbständig oder unselbständig, künstlerisch oder technisch sein. Jede Form hat ihren eigenen Wert und Nutzen für unsere Gesellschaft. Wir im Ehrenamt wissen das.

Arbeit bestimmt unseren Alltag und prägt die Struktur unserer Gesellschaft. Und sie ist einer gewaltigen Transformation unterworfen: durch den demographischen Wandel, durch künstliche Intelligenz, durch einen neuen gesellschaftlichen Blick auf Identitäten und Lebensentwürfe. Unser Konzept von Arbeit verändert sich – aber wohin? Wie stellen wir uns die Arbeit der Zukunft vor?

Wenn wir unsere Zukunft nachhaltig gestalten wollen, kommen wir um das Thema Arbeit nicht herum. Zum Beispiel, wenn wir ganz grundsätzlich über menschenwürdige Arbeit nachdenken (SDG 8), über Geschlechtergleichheit sprechen (SDG 10) oder über Ungleichheiten ganz allgemein und wie wir sie reduzieren können (SDG 10). Getreu meinem Jahresmotto #Agenda2030: Wie wir am Ende dieses Jahrzehnts arbeiten wollen, entscheiden und gestalten wir heute.

Kurzum: Die Arbeitswelt ändert sich so tiefgreifend wie nie zuvor. Wir haben in dieser Ausgabe Sichtweisen auf Arbeit zusammengetragen, die unseren eigenen Blick öffnen können, für neue Ideen – und schärfen, für die Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit.


Mit herzlichen Grüßen

Euer
Tobias Hocke

Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland

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