Know-how-Transfer

Wirtschaft trifft Politik

Der Know-how-Transfer

In Zeiten vielfältiger Umbrüche ist der gemeinsame Dialog für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland essenziell. Seit über 30 Jahren leistet der Know-how-Transfer (KHT) der Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. einen zentralen Beitrag für den konstruktiven Dialog zwischen Politik und junger Wirtschaft.

Vom 8. bis 12. Juni 2026 begleiten erneut 150 Unternehmer:innen und Führungskräfte je eine:n Abgeordnete:n eine Woche lang im parlamentarischen Alltag.

Was steckt hinter dem Format? Eine Woche lang begleiten 150 junge Führungskräfte aus der Wirtschaft Abgeordnete des Deutschen Bundestages – so entsteht ein direkter Dialog zwischen Politik und der neuen Generation im deutschen Mittelstand. Viele Mitglieder der Wirtschaftsjunioren stehen an der Spitze von Unternehmen, die in ihrer Region bereits echte Wirtschaftsmotoren sind. Darunter auch Weltmarktführer ihrer Branche. Auftakt des KHTs bildet der „Tag der jungen Wirtschaft“ (TdjW), bei der Entscheider: innen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aktuelle Themen der jungen Wirtschaft diskutieren, sich vernetzen und voneinander lernen. Der TdjW steht in diesem Jahr unter dem Motto „Nächster Halt: Unternehmertum.“

Gemeinsam bilden die Wirtschaftsjunioren das größte Netzwerk junger Unternehmer:innen und Führungskräfte unter 40 Jahren in Deutschland. Der Verband bringt die Themen der jungen Generation in den wirtschaftspolitischen Dialog ein.

Unser Ziel

© WJD/Jana Legler

Politiker:innen kennen die konkreten Herausforderungen der jungen Unternehmer:innen oft nur oberflächlich: Etwa die Risiken einer Unternehmensgründung mitten in der Corona-Pandemie oder die Unsicherheiten einer Nachfolge im Familienunternehmen nach Ausbruch des Ukraine-Krieges. Der Know-How-Transfer zwischen junger Wirtschaft und der Politik war womöglich nie wichtiger als heute!

Mit dem Projekt helfen wir Parlamentarier:innen und jungen Unternehmer:innen dabei, die Positionen und Hintergründe zu verstehen. Zusätzlich erfahren die Abgeordneten mehr über die unternehmerische Realität und die Bedürfnisse der jungen Wirtschaft. Dieses Wissen aus erster Hand kann dann dabei helfen, die politische Entscheidungsfindung praxisnah und zukunftsgewandt zu gestalten.

Rückblick Know-how-Transfer 2025

30 Jahre KHT: Dialog, Perspektiven, Verantwortung

Im Oktober feierte der Know-how-Transfer (KHT) der Wirtschaftsjunioren Deutschland sein 30-jähriges Jubiläum. Seit drei Jahrzehnten bringt die Projektwoche junge Unternehmer:innen und Bundestagsabgeordnete zusammen und schafft einen bundesweit einmaligen Dialog zwischen Politik und junger Wirtschaft.

Im Rahmen des KHTs begleiten die Teilnehmenden eine Woche lang Abgeordnete im parlamentarischen Alltag und erhalten direkte Einblicke in politische Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig bringt die junge Wirtschaft ihre Perspektiven und Erfahrungen aus der Praxis ein. Aus einer Idee im Jahr 1994 ist so ein etabliertes Format entstanden, das Austausch fördert und politische Abläufe nachvollziehbar macht.

Gerade im Jubiläumsjahr zeigt sich, wie wichtig dieser Dialog ist. Wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Bürokratie und ein spürbarer Vertrauensverlust prägen den Alltag vieler junger Unternehmer:innen. Umso relevanter ist es, politische Prozesse transparent zu machen und Einblicke in die wirtschaftliche Realität zu geben. Der Know-how-Transfer bietet dafür seit 30 Jahren einen verlässlichen Rahmen.

Neben der individuellen Begleitung der Abgeordneten bot auch das Rahmenprogramm einen Blick hinter die Kulissen des politischen Berlins. Beim Auftaktbriefing begrüßte Dirk Wiese, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, die Wirtschaftsjunior:innen. Zum festen Bestandteil der Woche gehörte erneut das traditionelle Kanzlerfoto, das erstmals mit Friedrich Merz stattfand. Zentrale Gespräche fanden mit Dorothee Bär, Bundesministerien für Forschung, Technologie und Raumfahrt, sowie mit Dennis Rohde, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, statt. Ergänzend dazu tauschten sich die Teilnehmenden mit den Jungen Gruppen der CDU/CSU-Fraktion, der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen aus. Ausschussbesuche sowie Führungen im Bundesrat, im Bundeskanzleramt und im BMF rundeten das Programm ab.

Der Abschlussabend brachte alle Teilnehmenden noch einmal zusammen. Zum Auftakt diskutierte WJD-Bundesvorsitzende Constance Kaysser mit Katharina Beck (Bündnis 90/Die Grünen) über die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Wirtschaft, moderiert von Bundesgeschäftsführerin Ann-Catrin Gras. Beim anschließenden Netzwerken teilten die Wirtschaftsjunior:innen ihre Eindrücke aus den vergangenen Terminen und feierten en Abschluss der KHT-Woche.


Nicht nur für die Wirtschaftsjunior:innen ist der KHT ein relevantes wie eindrucksvolles Format. Auch die teilnehmenden Bundestagsabgeordneten schätzen den offenen Austausch zu den Perspektiven junger Unternehmer:innen und hoben deren Bedeutung ausdrücklicher hervor. So betonte Dr. Jonas Geissler (CSU): „Formate wie dieses zeigen, wie wichtig es ist, Perspektiven aus der Praxis frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen.“ Auch Fabian ­Gramling (CDU) würdigte den gegenseitigen Lerneffekt: „Für die Wirtschaftsjunioren ein Blick hinter die Kulissen des Parlaments – für mich ungefiltertes Feedback aus dem Mittelstand.“


Das Jubiläum hat gezeigt: Der Know-how-Transfer schafft Räume, die im politischen Alltag selten sind. Er bringt Menschen zusammen, die Verantwortung tragen – in Unternehmen wie im Parlament – und fördert ein Verständnis, das sonst schwer erreichbar ist. Nach 30 Jahren bleibt der KHT damit nicht nur ein Erfolgsprojekt, sondern ein unverzichtbares Instrument für konstruktiven Austausch und neue Impulse für Deutschlands Zukunftsfähigkeit.

Rückblick Know-how-Transfer 2024

Die junge Generation muss sich in Wirtschaftspolitik einbringen – und das machen wir!

In der Woche vor der Europawahl haben wir Bundeskanzler Olaf Scholz getroffen und waren zudem in intensivem Austausch mit Vizekanzler Robert Habeck im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Finanzminister Christian Lindner im Bundesministerium der Finanzen, Justizminister Dr. Marco Buschmann und Oppositionsführer Friedrich Merz.

Anlass war der diesjährige Know-how-Transfer im Deutschen Bundestag, bei dem 200 unserer Mitglieder über eine Sitzungswoche hinweg 200 Abgeordnete des Bundestages begleiten. Ein konstruktiver Dialog zwischen Politik und der neuen Generation im deutschen Mittelstand.

In Zeiten des Umbruchs ist die Perspektive junger Menschen unverzichtbar. Auch mit den jungen Gruppen der Bundestagsfraktionen um Esra Limbacher, Melis Sekmen, Jens Teutrine und Ronja Kemmer waren wir deshalb intensiv im Dialog. Vielen Dank!

Gemeinsam haben wir viele Themen adressiert:
– Wie entfachen wir mehr Lust auf Gründung, Nachfolge & Innovation?
– Wie gewinnen wir Arbeits- und Fachkräfte für die Jobs der Zukunft?
– Wie bekommen wir Tempo in die Verwaltungsdigitalisierung und ein neues Mindset in die Behörden?
– Wie kann eine Lösung für den Mutterschutz für Selbständige und Unternehmerinnen aussehen?

Eindrücke Know-how-Transfer 2024

Rückblick: Der Know-how-Transfer 2023

Wir haben gerade eine Woche Lobbyismus im Deutschen Bundestag betrieben!

Der Begriff des Lobbyings ist oft negativ besetzt, dabei ist es so wichtig. Gerade die junge Generation braucht eine starke Lobby. Damit Entscheidungen getroffen werden, die über ein Zeitfenster von vier Jahren hinaus Spuren hinterlassen.

200 Abgeordnete des Deutschen Bundestags haben in der Sitzungswoche vom 12. bis 16. Juni 200 Mitglieder unseres Verbandes getroffen: Unternehmer:innen und Führungskräfte aus ganz Deutschland. Mit im Gepäck hatten die Wirtschaftsjunioren dabei unser Positionspapier „Ein roter Faden für den Wirtschaftsstandort Deutschland“. Ein Plädoyer für effiziente Verwaltung, konsequente Digitalisierung und entschlossene Fachkräftegewinnung: https://lnkd.in/evGRTNzT

Neben bilateralen Gesprächen gab es Treffen mit Friedrich Merz, Kevin Kühnert, den jungen Gruppen der Fraktionen von Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), FDP Freie Demokraten, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU Deutschlands/Christlich-Soziale Union um Manuel Gava, Jens Teutrine, Melis Sekmen und Ronja Kemmer – und mit Bundeskanzler Olaf Scholz.

Wir danken allen Teilnehmenden, dass sie sich so intensiv eingebracht haben!

Eindrücke Know-how-Transfer 2023

Politik braucht Praxis und Praxis braucht Politik: Mit dem direkten Austausch zwischen Bundestagsabgeordneten und jungen Mittelständlern schaffen die WJD eine Kommunikationsebene, die für beide Seiten wichtig ist.

Kristine Lütke

Bundestagsabgeordnete und ehemalige WJD-Bundesvorsitzende

Rückblick: Der Know-how-Transfer 2022

© Lukas Schramm

Die KHT-Woche ist eine unglaublich bereichernde Zeit und gelebte Demokratie. Denn Demokratie, wie auch ein Verband, lebt von Partizipation, von Argumentation und von Vielfalt.

Wir danken Ricarda Lang und Christian Lindner für den Dialog im Rahmen unserer Auftaktveranstaltung im Allianz Forum und die Bereitschaft, unsere Stimme bei Brennpunkten wie Fachkräftemangel, Energiesicherheit und Bürokratieabbau anzuhören. Gleiches gilt auch für den Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung Michael Kellner, den wir am 11. Oktober im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz treffen konnten und unseren Dialog mit dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion Rolf Mützenich.

Eine ganz besondere Freude war uns auch der Austausch mit den jungen Gruppen der SPD, den 49ers um Manuel Gava, der FDP um Jens Teutrine,  CDU/CSU-Fraktion um Ronja Kemmer und den jungen Grünen Abgeordneten Melis Sekmen, Kassem Taher Saleh und Leon Eckert. Man merkt bei den Gesprächen, dass wir als junge Generation in vielen Punkten den gleichen Veränderungsdrang und Ideen haben, die auch über Parteigrenzen hinweg pragmatische Lösungen suchen, gerade im Bereich Digitalisierung, Bürokratieabbau, Innovation und nachhaltiger Transformation der deutschen Wirtschaft.

Beim KHT-Abschlussabend in der Landesvertretung Bremen haben wir uns über den Impuls von Alexander Dobrindt gefreut und seinen Einblick in die neue Rolle der CDU-CSU Fraktion als größte Oppositionspartei sowie den Austausch mit vielen Abgeordneten, die uns in dieser Woche begleitet haben.

Wir danken allen beteiligten Abgeordneten und all den tatkräftigen Teams in den Abgeordnetenbüros, ohne die der Know-how-Transfer nicht möglich wäre. Und natürlich auch der Verwaltung des Deutschen Bundestages.

Ein save-the-date mit allen Informationen rund um den KHT 2023 wird zeitnah auf dieser Projektseite veröffentlicht!

denise-schurzmann
Unsere junge Generation treibt die Transformation im deutschen Mittelstand voran. Daher ist der direkte Dialog mit der Politik enorm wichtig und wertvoll.

Denise Schurzmann

WJD-Bundesvorsitzende 2022