„Die junge Wirtschaft von morgen sitzt schon jetzt in Euren Büros.“
Liebe Wirtschaftsjuniorinnen und Wirtschaftsjunioren,
stellt Euch bitte einmal vor, Ihr wartet auf die U-Bahn. Sie fährt ein, aber die Türen gehen nicht auf. Sie würde Euch zwar an Euer Ziel bringen, aber Euch ist der Einstieg einfach nicht möglich. Oder das Ticket ist für Euch unbezahlbar, sodass Ihr weiter am Bahnsteig stehen bleibt, obwohl die Türen der Bahn weit offenstehen und Euch jemand zuruft: Bitte fahrt mit! Vielleicht merkt Ihr auch nach einer Weile des Mitfahrens, dass Ihr die falsche Bahn erwischt habt und ein Umstieg in die andere Richtung notwendig wäre – aber Ihr bekommt keine Informationen über weitere Linien oder Haltestellen.
Diese Situationen beschreiben im Kern, worum es mir bei meinem Arbeitsschwerpunkt „Unternehmerische Mobilität“ während meiner Amtszeit geht: Wie schaffen wir es als Verband gemeinsam mit der Politik junge Menschen für Unternehmertum zu begeistern? Wie können wir Ihnen Wege Richtung Selbstständigkeit aufzeigen und Zugänge erleichtern? Und wenn notwendig, ihnen auch einen Umstieg ermöglichen? Als Verband von Unternehmerinnen und leitenden Führungskräften engagieren wir uns bereits seit unseren Anfängen zu diesem Thema. Unsere Mitglieder vernetzen sich branchenübergreifend und unabhängig von der eigenen Position im Unternehmen, lernen voneinander und bieten Trainings zu persönlicher Weiterentwicklung an.
Angesichts der großen Nachfolgelücke im Mittelstand und der dringend benötigten Innovationskraft der Wirtschaft ist es heute wieder aktuell, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Unternehmertum allen offensteht – unabhängig von Herkunft, Bildungsbiografie oder Migrationsgeschichte. In den kommenden Ausgaben der Jungen Wirtschaft werden wir Geschichten von Mitgliedern erzählen, die bereits ihren Weg ins Unternehmertum gefunden haben. Den Anfang machen Aurelia Zirner (Gründung ohne ausreichend Eigenkapital), Marielle Schäfer (nebenberufliches Gründen) und Eduard Herbel (Franchise-Nehmer als Branchenneuling). Ihre Erfahrungen sollen Euch motivieren, eigene unternehmerische Ideen trotz Hürden zu verfolgen.
All diejenigen unter uns, die schon Unternehmerinnen sind, rufe ich auf, im eigenen Unternehmen nach Talenten Ausschau zu halten. Die junge Wirtschaft von morgen sitzt schon jetzt in Euren Büros und wartet vielleicht nur auf den richtigen Impuls von außen, um loszulegen. Werdet Mentor:innen, zeigt Perspektiven auf und holt sie als neue Mitglieder in den Verband! Ich freue mich auf ein wirkungsvolles Jahr mit Euch, in dem wir der jungen Wirtschaft ganz nach meinem Jahresmotto „Klare Kante – klarer Kurs. Aus Verantwortung für morgen.“ eine starke Stimme geben.
Mit herzlichen Grüßen
Euer
Heiko Kösling
Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland
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