JCI Finnland zu Besuch in Zwickau

Dank JCI kann die Welt auch schonmal zum Dorf werden. Das hat auch Riku Haponnen festgestellt, der mit JCI Finnland bei den Junioren in Zwickau zu Gast war und für die Junge Wirtschaft seine Erlebnisse zusammenfasst.

Kennt ihr die so genannte Kevin-Bacon-Theorie, nach der alle Menschen der Welt über maximal sechs Bekannte miteinander verbunden sind? Wenn du JCI-Mitglied bist, bist du bereits mit nur einer Verbindung mit der ganzen Welt verknüpft! Mein Team von der South Eastern Finland University of Applied Sciences und ich selbst hatten vor, das MotoGP-Rennen am Sachsenring im Juli 2019 zu besuchen. Wir suchten online nach einer möglichen Unterkunft, aber alles war ausgebucht, und zwar in einem Umkreis von 150 km um die Strecke herum. Wir dachten, wir müssten in Dresden oder Leipzig übernachten und jeden Tag mit dem Zug pendeln. Aber dann schickten wir eine Nachricht an die Facebook-Gruppe der Wirtschaftsjunioren Chemnitz, und alles änderte sich schlagartig.

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Wir erfuhren, dass es in Chemnitz keine freien kleinen Hotels gab – aber die  Chemnitzer Mitglieder empfahlen ihre Nachbarn, die Wirtschaftsjunioren Zwickau. Sie haben uns geholfen, und wie! Nur drei Stunden nachdem ich die Facebook-Seite geliked und meine Frage gestellt hatte, kontaktierte mich Andreas Glöß, Mitglied der Wirtschaftsjunioren Zwickau. Er bot an, mich und zwei meiner Teammitglieder vier Nächte lang zu beherbergen. Und seine Wohnung liegt nur 20 km vom Sachsenring entfernt! Andreas fragte mich freundlicherweise, ob wir daran interessiert seien, einige Stadtbeamte zu treffen, die uns mehr über die finanziellen Auswirkungen des deutschen MotoGP auf die lokale Gemeinschaft erzählen könnten. Wir waren interessiert, und er konnte für Freitag, den 5. Juli, ein Treffen am Sachsenring mit dem Oberlungwitzer Bürgermeister Thomas Hetzel einrichten.

Auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft mit den WJ

Dieses Treffen war hilfreich für unsere Arbeit an der Universität, wo ich Projektmanager in Forschung und Entwicklung (R&D) bin. Unser Ziel ist es, solche Veranstaltungen und ihr Potenzial für die lokale Unternehmergemeinschaft zu verstehen. Vor diesem Hintergrund traf ich am Abend WJ-Chemnitz-Mitglied Michael Walther und durfte für Wirtschaftsjunioren aus Zwickau, Dresden und Chemnitz sowie einen besonderen Gast, Zwickaus Finalist des örtlichen Projekts Wirtschaftswissen im Wettbewerb 2018/19, ein Training in kreativem Eventmanagement ausrichten. Die Veranstaltung wurde von den WJ Zwickau organisiert und fand im örtlichen IHK-Büro statt. Michael ist ein Unternehmer, der von den MotoGP-Veranstaltungen profitiert, indem er Werbeartikel in Zusammenarbeit mit dem Sachsenring verkauft. Wir vereinbarten, uns am nächsten Tag in seinem Verkaufszelt zu treffen, um die Sicht des lokalen Unternehmers auf internationale Veranstaltungen zu verstehen.

Mit Hilfe von Andreas konnten wir auch einen Besuch an der Westsächsischen Hochschule Zwickau organisieren. WJ-Zwickau-Mitglied Eric Forkel arbeitet dort in der Forschung und wollte uns kennenlernen. Das Treffen war sehr erfolgreich, und wir haben uns mögliche Forschungskooperation zwischen unseren Universitäten ausgemalt – vorausgesetzt, dass ein gemeinsames Problem identifiziert und die Finanzierung z. B. durch die Europäische Union erfolgt. JCI verbindet aktive BürgerInnen auf der ganzen Welt. Unser Hobby ist nicht nur ein Hobby, es ist auch ein Netzwerk von Freunden heute – und ein Netzwerk von Geschäftsbeziehungen morgen. Mit JCI braucht man keine sechs Schritte, um jeden auf der ganzen Welt zu kennen, sondern nur einen!