Best Practices für
Nachhaltigkeit im Unternehmen

Einfache Tipps, wie Du Deine Firma auf nachhaltige Energie umstellst

Steigende Energiepreise, Klimakrise – wie reagiere ich darauf mit meinem Unternehmen? Eine Frage, die sich besonders junge Unternehmerinnen und Unternehmer immer häufiger stellen. Installation einer Wärmepumpe, Solaranlage oder doch erstmal eine Energieberatung? Und wie finanziere ich das eigentlich?

Wir stellen auf dieser Seite Ressourcensaver vor: Junge Unternehmerinnen und Unternehmer die ihre Firmen auf erneuerbare Energien umstellen und Maßnahmen für Energieeffizienz ergriffen haben. Nils Rochholl von der implec GmbH hat zum Beispiel dank effizienter Beleuchtung 80 Prozent seiner Stromkosten eingespart. Und bei Konstantin Kaysser von Kaysser Heimtiernahrung hat sich der Strom aus der eigenen Solaranlage in nur fünf Jahren amortisiert. 

Junge Unternehmerinnen und Unternehmer werden die Konsequenzen der globalen Erwärmung zu ihren Lebzeiten unmittelbar spüren: Wenn wir nicht handeln, droht der deutschen Wirtschaft infolge des Klimawandels über die nächsten Jahrzehnte ein Verlust von rund 730 Milliarden Euro (vgl. Bericht des Deloitte Economics Institute). Zugleich stecken im Wandel der deutschen Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität große Chancen: Eine erfolgreiche Transformation kann zu einem echten Standort- und Wettbewerbsvorteil werden. 

Ihr habt in Eurem Unternehmen Maßnahmen zum Ressourcen- oder CO2-sparen umgesetzt? Dann meldet euch bei der WJD Bundesgeschäftsstelle und werdet Teil der WJ Ressourcensaver. Gemeinsam machen wir aus der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit eine Erfolgsgeschichte für den Wirtschaftsstandort Deutschland!

Ressourcensaver:
Unternehmen einfach nachhaltiger gestalten

Wir stellen effektive Maßnahmen zum Umstieg auf nachhaltige Energie und zum sparen von Ressourcen vor: Projekte, die junge Unternehmer:innen in ihrem Betrieb realisiert haben, und die sich in ähnlicher Weise auch in anderen Unternehmen umsetzen lassen. Zu jedem der Best Practice Tipps haben wir die LinkedIn-Profile der Unternehmer:innen verlinkt – so könnt ihr direkt in den Austausch gehen.

Emissionen sparen und unabhängig werden: Mit In-House-Produktion.

Alexandra Kohlmann / ROWE

© Renner + Rehm

Bis zu 50 Prozent weniger Verpackungsmüll: Wiederverwendbare Boxen.

Dominic Rehm / Renner + Rehm GmbH

© Reha & Medi Hoffmann GmbH

Heizen und Kühlen ganz ohne Gas oder Öl: Dank Wärmepumpe.

Falk Hoffmann / Reha & Medi Hoffmann GmbH

Beleuchtung energieeffizient gestalten: 80 Prozent der Stromkosten einsparen.

Nils Rochholl / implec GmbH

Strom aus der eigenen Solaranlage: In nur fünf Jahren amortisiert.

Konstantin Kaysser / Kaysser Heimtiernahrung

© ANSMANN AG

Naturfaser statt Carbongehäuse: Recycling der Produkte optimieren.

Maren Rösslein / Assistenz Vorstand bei ANSMANN

Eigene Verbrauchszahlen und Unabhängigkeit immer im Blick: Mit dem Energiemonitor.

Melchior Meyer / Wulff Med Tec

© Riegler & CO. KG

Energie-Fresser im Unternehmen finden: Den CO2 Fußabdruck messen.

Philipp Wacker / Riegler & CO. KG

10 Fakten zur Nachhaltigkeit in der Wirtschaft
kurz & knapp 

1. Wärmeverbrauch in der Wirtschaft 

In Gewerbe, Handel und Dienstleistungen macht Wärme insgesamt 60 Prozent des Endenergieverbrauchs (EEV) aus, Raumwärme davon rund die Hälfte. In der Industrie hat Prozesswärme mit über 60 Prozent den größten Anteil. Hier sind Einsparungen besonders wichtig.

2. Stromverbrauch in der Wirtschaft 

Der Stromverbrauch in Deutschland verteilt sich unterschiedlich auf die Sektoren. 2020 verbrauchte die Industrie 45 Prozent, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen kamen zusammen auf 27 Prozent. Der Rest entfällt auf Haushalte (26 Prozent) und Verkehr (2 Prozent). Die Wirtschaft macht damit über zwei Drittel des Verbrauchs unter sich aus. Mehr unter:  

3. Schadstoffausstoß 

Zwar fielen die Treibhausgas-Emissionen von 1990 bis 2021 um 38,7 Prozent. Doch allein in der Industrie nahm der Kohlendioxidausstoß zwischen 2020 und 2021 wieder um 6,7 Prozent zu – eine Tendenz, die es im Blick zu behalten gilt. Mehr zur Emissionsentwicklung unter:

4. Einsparpotenziale 

Druckluft, Pumpen und Ventilatoren bieten jede Menge Einsparmöglichkeiten in deutschen Unternehmen. Denn: Elektrische Antriebe machen fast 40 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland aus. Mehr zu den Potenzialen in Gewerbe, Handel und Dienstleistungen unter:

5. Förderprogramme für Unternehmen 

Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) informiert auf seiner Website über Fördermöglichkeiten für Unternehmen, darunter auch Investitionen in energiesparende Technik. Je nach Anspruch ist für jede:n das Richtige dabei. Doppelt interessant: Der BNW verweist auch auf die Seite der Förderdatenbank des Bundes. Hier finden sich weitere Förderprogramme und -organisationen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Mehr unter

6. Klimakiller Klimaanlage 

Der weltweite Verbrauch von Klimaanlagen steigt kontinuierlich seit 1990. Zwar pusten die USA in etwa vier Mal so viel wie die EU in die Luft, doch unter dem Strich sind die Zahlen seit dem deutschen Jahr der Wiedervereinigung um 232 Prozent angestiegen. Mehr dazu unter:

7. Die nachhaltigsten Unternehmen der Welt 

2021 hat das Portal „Produktion – Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie“ ein Ranking der nachhaltigsten Unternehmen der Welt veröffentlicht. Die gute Nachricht: Unter den Top 100 befinden sich auch fünf deutsche Player. Die weniger gute Botschaft: Unter den Ländern mit dem höchsten Ressourcenverbrauch belegte Deutschland vergangenes Jahr Platz 4. Mehr zum Ranking und was das nachhaltigste Unternehmen der Welt so alles unternimmt:

8. Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil 

Auch wenn aktuell durch die hohe Inflation viele wieder mehr auf den Preis schauen: Nachhaltigkeit kann sich für Unternehmen auch ökonomisch auszahlen. Neben steigenden Imagewerten und sinkenden Energiekosten springt meist auch mehr Marge raus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg. Mehr dazu unter:

9. Welche Aspekte der Nachhaltigkeit bei Konsument:innen zählen 

Was denken eigentlich Verbraucher:innen? Ist für sie CO2-Vermeidung wichtiger oder Tierwohl? Wie relevant sind Fairtrade oder Öko-Klassifizierung? Und: Werden umweltschonende Verpackungen überhaupt gewürdigt? Die teils überraschenden Zahlen legte statista erst in diesem Jahr vor. Mehr unter:

10. Nachhaltigkeit als Teil der Transformation 

Einen ziemlichen guten Überblick liefert das Beratungsunternehmen Deloitte zum Thema nachhaltiges Wirtschaften. Unter anderem geht es in dem Artikel auch um die wichtigsten Problemfelder und deren Bewältigung. Abgerundet wird das Thema mit Beispielen aus der Praxis:

Schon gewusst?

Drei von vier jungen Unternehmerinnen und Unternehmern unter 40 Jahren sind bereit, für mehr Nachhaltigkeit auf kurzfristige Entlastungen, etwa bei der Energie- und CO2-Steuer, zu verzichten, wenn Sie bei der Transformation zur Nachhaltigkeit unterstützt werden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsjunioren Deutschland unter mehr als 1.300 Mitgliedern. 

Förderung für nachhaltige Energie beantragen

Energieeffizienzberaterinnen- und berater für Förderprogramme des Bundes.

Fachleute für energetische Inspektion des Fachverbandes Gebäude-Klima.

Energetische Inspektion des Bundesindustrieverbandes Technische Gebäudeausrüstung.

Umweltinnovationsprogramm gezielt für KMU des Bundesumweltministerium.

Geplante Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Die KfW gibt einen Zuschuss von bis zu 50 % auf max. 30 Mio. Euro förderfähigen Kosten.