ICH BIN ICH UND DU BIST DU

LIEBE WIRTSCHAFTSUNIORINNEN,
LIEBE WIRTSCHAFTSJUNIOREN,

wir duzen uns ja untereinander. Das gehört in unserem Verband eben dazu. Auch anderswo wird geduzt, etwa in der SPD. Dass erwachsene Menschen sich einfach so duzen, fällt auf – denn es ist nicht der Normalfall. Wir drücken durch das Du unsere Verbundenheit aus.

In dieser Ausgabe geht es um das Du und das Sie, aber es geht noch um viel mehr: Es geht um unser Gegenüber, mit dem wir in Kontakt treten. Von klein auf erleben wir die Welt mit und durch die Menschen, die uns umgeben. Am Anfang sind das vor allem unsere Eltern und vielleicht auch Geschwister, später die Freunde, die Liebe, die eigenen Kinder vielleicht. Aber auch Kolleginnen und Kollegen, Geschäftskontakte, Auftraggeberinnen und Auftraggeber, Kundinnen und Kunden. Mit all diesen Dus kommunizieren wir, durch Sprache, durch Gesten, manchmal durch Berührung.

Sich immer wieder von Neuem auf das Du – auf viele verschiedene Dus – einzulassen, braucht Willen und Mut. Denn in der Begegnung mit dem Du lernen wir ja auch viel über uns selbst. Manchmal fordert uns das Du heraus, weil es unsere Überzeugungen in Frage stellt. Manchmal bestärkt das Du uns in unserem Vorhaben, oder tröstet uns bei Rückschlägen. Auch deshalb finde ich unser Wirtschaftsjunioren-Netzwerk so bereichernd: Nicht, weil wir uns duzen. Sondern weil sich hier so viele Menschen mit Neugier und Aufgeschlossenheit konstruktiv begegnen. Und so wird dann auch aus vielen Dus am Ende ein großes Wir.

Mit herzlichen Grüßen

Eure
Denise Schurzmann
Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland